Produkttest: Yongnuo SF-18 (externe Stromversorgung für Blitzgeräte)

Produkttest: Yongnuo SF-18 (externe Stromversorgung für Blitzgeräte)

Posted on 17. Mrz, 2011 by in Fotografie

In vielen Situationen geht einem schnell die Blitzleistung, bzw. die Leistung der verwendeten Akkus aus. Bei einem Shooting mit Strobist-Equipment sind bei voller Power die Ladezeiten zu lang und bei Reportagetätigkeiten schafft die übliche Stromversorgung nicht rechtzeitig wieder ausreichend Energie zur Verfügung zu stellen. Canon hat da eine sehr kostspielige Lösung in Form des „CP-E4 Akkupacks“, der mit satten 160,- die Kasse schröpft. Geht es auch günstiger/billiger? Klar, billiger geht immer, aber günstig und qualitativ hochwertiges Zubehör ist meistens schwer zu finden.

Der Yongnuo SF-18 ist da eine sehr gute Alternative.

Verarbeitung:

Rein äußerlich kann ich keinen Unterschied zum original erkennen. Ich wage sogar zu behaupten, dass der Yongnuo SF-18 aus den gleichen umgelabelten Bauteilen besteht. (Vorsicht Spekulation) Die Spaltmaße der Gehäuseteile des Yongnuo SF-18  sind überall gleich groß und lassen keine Bewegung oder Verwindung zu. Das Material ist von der Festigkeit und Stabilität sehr gut.

Der Yongnuo SF-18 kann mittels Rändelschraube unter die Kamera oder an jedes ¼ Zoll Gewinde angebracht werden.

Ich persönlich befestige den Yongnuo SF-18  an meinem Blackrapid Gurt, unten, in der hängenden Position hinter der Kamera, oder in der Hosen-/Jackentasche. Das Spiralkabel ist dabei ausreichend lang und stört kaum. Der Stecker besitzt wie das Original einen Gummiring als „Abdichtung“ und sitzt bombenfest am 580EX II.

Die Akkuschale ist leicht zu bestücken und wird mit etwas Kraft in das Gehäuse gedrückt und sitzt, dank dem Verriegelungssystem, sicher.

Die Tasche des Yongnuo SF-18  ist dem Original ebenfalls wie aus dem „Gesicht“ geschnitten. Die Nähte sind einfach, aber fest. Auf der Rückseite der Tasche hat man die Möglichkeit einen Gürtel oder Trageriemen durchzuziehen.

Auf der Vorderseite befindet sich eine Klettschlaufe die am oberen Auszug eines Standard-Lichtstatives <(260cm) halt findet. Weiter unten am Lichtstativ löst sich der Klett gerne mal.

Entehmen kann man den Yongnuo SF-18 selber bequem über die Klettlasche. Zum Befüllen oder auswechseln der Akkus kann auf der anderen Seite der Tasche, die mit einem Druckknopf versehene, schneller zu öffnende Lasche genommen werden.

Praxis:

Der Yongnuo SF-18  läd einen Canon 580EX II, in Verbindung mit Eneloop-Akkus, bei voller Leistung in etwa der halben Zeit nach. Bei weniger genutzter Leistung ist der Ladevorgang bis zu 1/3 schneller.

Mit einer 1D Mark II und schnellster Serienbildgeschwindigkeit sind im Modus „M“, einer Blende von f8, ISO 100 und einer Verschlusszeit von 1/200, sind Reihenaufnahmen von wenigstens 33 Bildern und mehr möglich. Ich habe bei 33 Bildern aber abgebrochen, weil ich denke, dass dieser Wert schon nicht mehr praxisrelevant ist. Ohne den Yongnuo SF-18  ist bei 19 Aufnahmen Schluss.

Für alle versierten Bastler hier mal ein Vergleichsbild des Originals und des Yongnuo. Für mich als Laien kein wesentlicher Unterschied.

Alles in Allem ein sehr sehr gutes Produkt, welches wieder einmal zeigt, dass es nicht immer das Original sein muss.

Bei Fragen sendet mir einfach eine PN oder kommentiert den Artikel. Weiterhin ist auch der ICQ-Chat aktiv: 617315308

Das Testprodukt wurde uns zur Verfügung gestellt von www.8df.de

3 Responses to “Produkttest: Yongnuo SF-18 (externe Stromversorgung für Blitzgeräte)”

  1. Andik2000

    10. Jun, 2011

    Danke für den Bericht.
    Du schreibst: “Bei weniger genutzter Leistung ist der Ladevorgang bis zu 1/3 schneller.” Das wäre weniger als halb so schnell bei voller Leistung ?!?

    Ich denke aber gemeint ist: “dauert der Ladevorgang nur noch 1/3 der Zeit”.
    Oder ganz simpel: Mit dem Akkupack ist der Ladevorgang 3x so schnell als ohne.

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  2. Matthi

    14. Jun, 2011

    Ich hatte zuerst den Yongnuo, leider ist er nicht wirklich roadtauglich. Die Batteriehaltelaschen sind nacheinander abgebrochen, der Fachschließmechanismus ist ausgeleiert und hielt am Ende nur noch mit Gaffa, und mit einen Schlag gab er mittendrin den Geist auf.
    Ich habe jetzt das Original, und bin damit viel glücklicher. Ich nutze es jetzt schon die dreifache Zeit des Y., ohne dessen Qualitätsmängel.

    Mein Fazit: für Hobbyisten prima, für Pro-Anwender qualitativ unzureichend.

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